In schwierigen
Fällen verwenden wir das Verfahren der Firma www.med3D.de zur sicheren
Implantation.
Die
Planungssoftware wurde Ende der 90iger Jahre von einem
Heidelberger Team mit Unter-
stützung der dortigen Universität entwickelt. Sie wird
mittlerweile weltweit in implantologisch
tätigen Praxen und Kliniken eingesetzt. Damit kann virtuell
auf dem Praxiscomputer die gewün-
schte Implantatposition bestimmt und mittels eines sogenannten
Positionierers auf eine Bohr-
schablone übertragen werden.
So ist die exakte Implantatposition vorhersagbar und
kalkulierbar geworden. Die med3D-Navi-
gation
funktioniert mit jedem auf dem Markt befindlichen
Implantatsystem. Das erhält dem
Implantologen die Unabhängigkeit von irgendwelchen
Implantatherstellerfirmen.
Das Geniale dieser Technologie aber liegt in der
gleichzeitigen Darstellung von geplanter Pro-
thetik und knöcherner Kieferstruktur. Operative Maßnahmen
wie Augmentationsverfahren können präoperativ ermittelt, und
der Patient darüber aufgeklärt werden. Das Risiko einer
Schädigung anatomischer Nachbarstrukturen (Nerven,
Nachbarzahnwurzeln, Kieferhöhle) kann ausgeschlos-
sen werden.
So wird der wachsende Anspruch auf einen minimalinvasiven
Eingriff erfüllt.
Im folgenden werden die einzelnen Arbeitsschritte beschrieben,
die ein engmaschiges Werk von
Zahnarzt, Implantologe, Radiologe und Zahntechniker
darstellen.
Nach der Abdrucknahme wird auf dem
Gipsmodell ein wax-up der geplanten
prothetischen Suprakonstruktion hergestellt.
Die zu ersetzenden Zähne werden durch Barium-
sulfat markiert, um eine Röntgensichtbarkeit zu
erzielen.
Über eine Wachsmodellation wird eine Aufbiss-
schiene gefertigt, in die als Referenzobjekt ein Lego-Baustein eingearbeitet wird.
Dieser Lego dient zum späteren Abgleich der med3D-Software mit den gewonnenen
Röntgendaten.
Zur Absicherung werden zwei röntgenopake
Markierungen angebracht, um eventuelle
Übertragungsfehler bemerkbar zu machen.
Seitliche Aufbisse auf der Schiene ermöglichen
eine zentrale Positionierung des Legos in der
geöffneten Mundhöhle. So bleiben Verstrahlungen,
etwa von Metallkronen, irrelevant und ein
Verrutschen der Schiene wird verhindert.
Die Aufnahme erstellt ein Radiologe am
Computertomographen.
Die dabei gewonnenen Dicom-Daten
werden auf eine CD gebrannt und
zur Auswertung an die implantologische
Praxis mitgegeben.
Hier wird der Datensatz in die spezielle implant3D-
Praxissoftware eingelesen.
Die Ansicht erfolgt in drei Fenstern, je eines
für die sagittale, transversale und die
achsiale Ebene.
In einem vierten Fenster werden die Daten gra-
phisch dargestellt und farbig visualisiert.
Im nächsten Schritt werden der virtuelle und der
reelle Lego-Baustein deckungsgleich gebracht,
und die Sicherheitsmarkierungen überprüft.
Mit Hilfe eines Nervdetektors kann der Hauptast des
Unterkiefernerven
räumlich dargestellt werden. Das verhindert eine
spätere Schädigung während der Operation.
Aus
einer Liste aller am Markt befindlichen Systeme kann
das nach Durchmesser und Länge optimale
Implantat ausgewählt und an die gewünschte Stelle
positioniert werden.
Es kann auf die ideale prothetische Lage ausgerichtet werden.
Die so ermittelte Position wird auf ein Datenblatt ausgedruckt
und zur weiteren Umsetzung dem Zahntechniker ausgehändigt.
Dieser überträgt im Labor die errechneten Daten auf einen
Positionierer.
Dieses Gerät ermöglicht die reelle Lagebeziehung der
Implantate zum Kiefer und überträgt sie auf die Schablone,
indem es Titanhülsen zur Bohrerführung platziert.
So gewährleistet die gefertigte Schablone während der
Implantation die richtige Implantatposition.
Gleichzeitig kann sich der Operateur die lokale Anatomie auf
dem Bildschirm visualisieren.
Mit dieser Methodik ist der modernen Implantologie ein
weiterer Meilenstein gelungen.